zum Advent – die Welt so klein wie eine Stube

Ich schrieb diese email an unseren Bürgermeister Herrn Knauss, der uns damals bei der Aktion Hören für Tenzing spontan angeboten hat mit seinen Rathausmitarbeitern zu helfen. Das taten sie auch mit einer liebevollen Luftballon-Aktion für Tenzing während eines schönen Dorffestes.

email:
Vielen Dank lieber Herr Knauss für Ihre liebe Rückmeldung.
Ich bin so frei und leite Ihre Grüße weiter an die Sherpa-Family, die werden sich bestimmt freuen.
Ich bin grad so beim Stöbern auf ein Bild gestoßen von der Carma (das tibetische Flüchtlingsmädchen) und dem Tenzing hier bei uns im Garten beim Grillen.
Die Welt ist so klein geworden, seit Tenzing hier war. Ich habe damals viele e-mails geschrieben, an Freunde und Helfer.
Mir fiel ein Brieflein ein, als ich von einen Besuch bei Freunden auf der Alb erzählt habe.
Ich dachte, das kopier ich Ihnen geschwind – weils so schön war – das mit der kleinen Welt meine ich.
Herzliche Grüße, G. Nill

 

—- Original —Tenzings Freund Marius

Wir waren dann bei unseren Freunden auf der Alb und als wir gerade grillten, begann ein kräftiges Gewitter und es regnete in Stömen. Wir mussten schwer improvisieren, aber alle halfen mit, und für Tenzing war das ein großes Abenteuer (und für uns alle auch), und es war recht lustig. Es sind auch ganz liebe Leute, auch der Opa und die Oma, und sie fühlten sich dort wohl und geborgen. Wir durften dort beim Nachbarn grillen, denn der hat eine große Grillstelle und eine große Schaukel, das war irgendwie – wie Nepal.
Der Opa und die Oma mussten dann am Abend noch singen in der Kirche, (Enabeuren auf der Alb), das ist eine kleine katholische Kirche und unsere Gäste und wir gingen mit. Chenga, Tenzing, Subash, Sabine und wir. Tenzing war die ganze Zeit sehr lieb, er saß neben mir und machte keinen Muckser. Wenn die Leute sangen, sang er mit, aus voller Brust. Es war sehr bewegend, denn der Pfarrer hieß diese Gäste aus Nepal, aus Kathmandu, willkommen und auch am Schluß verabschiedete er sich von ihnen. Subash weinte glaube ich sehr, denn er hat auch oft Heimweh, er ist jetzt 4 Jahre hier in Deutschland und hat es nicht leicht, aber er ist ein Kämpfer. Es waren auch 4 Nonnen da, (so schwarze Kleider hatten sie an), auch sie verabschiedeten sich sehr herzlich und wünschten uns alles Gute und sie sagten, sie werden für uns beten. Für Chenga war das sehr schön. Diese Zeremonien sind für mich ungewohnt, aber ich denke für die Nepalis hatte es etwas heimeliges an sich, dieses Gemurmel und diese Zeremonien hatten etwas nepalisches an sich. Es war ein sehr schöner Abschluss. Es war sehr friedlich und die Welt schien auf einmal so klein, wie eine Stube.

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