Patenbrief – eine Schocknachricht

Liebe Pateneltern und Freunde, es sind schreckliche Bilder, die wir seit Tagen sehen.

Gestern noch erreichte mich ein trauriger Ruf meines Patenkindes Kunjum und auch der Tochter von Pema.

Freunde sind vermisst oder tot, deren Mütter, Oma oder Opa werden gesucht, es ist fast nicht zu ertragen und ich tue mich schwer, neben der Arbeit hier die ich mache, sie noch zu trösten.

Doch – Nepal wäre nicht Nepal, wenn es nicht unwahrscheinliche Kraft hätte.

Mein Patenkind postete heute dieses Bild, und damit hat sie völlig recht:

Für 1 (EINEN) Euro können wir diese Hilfen weitergeben, direkt von unserem Partnerverein in Nepal, von Pemas Hilfsorganisation an den Ort wo es hinkommen soll:

Ich arbeite Hand in Hand mit anderen Hilfsorganisationen zusammen. Letzte Woche waren wir noch gemeinsam in Frankreich, dort haben wir eine Partnerorganisation, mit der wir das Waisenhaus in Salleri in Solukhumbu unterstützen. Ich lege Ihnen Bild von uns beiden bei, beim schönen Sonnenuntergang in Paris.
Unter anderem arbeiten wir mit der NGO von Pemas Bruder Thinley zusammen, der NGO Himalaya Happiness Hunter.
–> https://www.happinesshunter.org/

Thinley und seine Frau Katrin haben mich während meiner schweren Krankheit unterstützt, indem sie praktisch einen Nachfolgeverein für mich gründeten, weil ich zu der Zeit die Arbeit nicht machen konnte. Dann durfte ich aber wieder gesund werden und nun arbeiten wir Hand in Hand für Pema. Es ist egal ob Ihre Spenden zu mir oder zu Thinley kommen, sie kommen in denselben Topf in Pemas Organisation, die Ngima Dawa Foundation.
Auch der Geschäftsführer Markus Walter von Diamir hat mich gebeten, klaren Kopf zu behalten und jetzt an die Zukunft zu denken. Durch seine jahrelange Erfahrung in Nepal weiß er, dass zwar im Moment viele Menschen vermisst sind, aber auch noch viele leben. Sie können nur kein Lebenszeichen von sich geben, da es keinen Strom, keine Verbindung nach außen gibt. Aber sie werden andere Wege finden um sich bemerkbar zu machen. Manche werden tot sein, ja. Aber manche werden überleben, wie damas unser Rotznäsle, das wir wieder gefunden haben und wo wir für diese Familie wieder eine Lodge aufgebaut haben.

Wichtig ist, dass Menschen weiterhin in dieses wunderschöne Land reisen und es dadurch unterstützen. Tenzings Vater hat mir einmal gesagt: „Gabi, wenn wir das schöne von unserem Land zeigen, dann werden Gäste kommen jnd dann haben wir Arbeit. Der Fahrer, der die Menschen in ihre Urlaubsgebiete fährt. Der Verkäufer an der Ecke, der Getränke verkauft. Die Hotels, die Putzfrau, der Koch, die Lebensmittelläden… Das habe ich damals verstanden und dahin möchte ich meine Aufmerksamkeit wenden.
Erste Menschen haben sich gemeldet, die bald nach Nepal reisen und Sachen mitnehmen. Wenn Sie von jemandem wissen, geben Sie Bescheid.

Am Samstag kam ein schöner Artikel im Reutlinger Generalanzeiger von drei Reutlinger Vereinen, u.a. auch wir, wo über uns berichtet wird.

Bild anklicken zum Vergrößern


Markus Walter hat zwei Interviews gegeben, eines im „->MDR Sachsenspiegel“ und eines bei „->Welt.de“.

Viele Spenden sind eingegangen, kleine Liebevolle und große, die Auffüllen. Dafür möchten wir Ihnen herzlich danken!

Herzlichst,

Gabi Nill und Pema aus Nepal

Unser Patenkind Kunjum und ich im Glück, noch wenige Tage vor der Katastrophe. Wer hätte gedacht, welch schweres Schicksal dem nepalesischen Volk bevor steht.

Die Kommentare sind geschlossen.